Elend, das wie Glück aussieht, ist meistens so gut maskiert, dass es weder ge- noch entstellt wirkt und somit nichts wirklich richtigstellt. |
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Worte lassen sich als gefährliche Stichwaffen an der Zunge schärfen, sodass für das Mundwerk eine Waffenbesitzkarte beantragt werden müsste. |
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Variable Veränderungen und permanente Brüche gehören zu den zuverlässigsten Konstanten, abgesehen vom schlechten Wetter... |
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Um den Medienhype erfolgreich für sich zu nutzen, bedarf es genauer Evaluierung, sich entweder zu den Ab- oder den Ausgebrannten zu zählen. |
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Alt ist, wer sich an die Zeit erinnern kann, als die Luft sauber und der Sex schmutzig waren und der Mars-Riegel 40 Pfennige gekostet hat. |
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Phonet. Malapropismus: Ein Gelehrter ist jemand, der am wenigsten was ahnt, je mehr er weiß. Bei einem Geleerten ist es irgendwie umgekehrt. |
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Doppelkleptomanie: Zuerst werde ich massiv der Zeit beraubt, und dann stiehlt diese sich noch wie selbstverständlich klammheimlich davon. |
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Momente der Morgentoilette: Im Vorübergehen malte der Spiegel meine Konturen leicht kursiv; gezeichnet hat das Leben seine Spuren intensiv. |
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Trost + Fluch: Red ich streng mit mir, dulde ich keinen Widerspruch; trink ich Rum, 'ne Buddel ungefähr, vergäre ich voll zum Promill-ionär! |
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Mir ist ein gewesener Freund 10mal lieber als der Bundesguido; dank dieses eitlen Gockels gehört der Feind noch nicht zur aussterbenden Art. |
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Wann hat die Kirche endlich Schneid, straft mit Fluch + Bann die pädophilen Pfaffen? Und den schwesterwelligen Ketzer am besten gleich mit! |
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Im Leben ist es manchmal so, dass viel zu spät doch noch genau rechtzeitig kommt. |
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Kleider machen Leute, aber keine besseren Menschen: Ignoranz u. Intoleranz kommen mir in feinem Zwirn genau wie in lausigen Lumpen entgegen. |
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Früher vergingen hundert Jahre, dass gereifte Gedanken gewichtige Bedeutung erlangen; heutzutage braucht es dazu nicht einmal 50 »Follower«. |
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Hach, Sonntag! Jedwede artikulierte Tonalität innerhalb eines evozierten Klangraumes bleibt heute einmal unterhalb der gewohnten Lautgrenze. |
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Es sei als handgeschriebene Fußnote vermerkt, dass meine Gitarren mich zu einer Art randfigürlichen Begleit- erscheinung instrumentalisieren. |
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Kompliziertes Denken mutiert gern zu einer Kunstform, doch trügt der Schein des Tiefsinns oft schattig unter dem Baum der Oberflächlichkeit. |
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Um mich herum höre ich ständig lautes Knacken von gemachten Versprechungen; na ja, so lange sie nicht brechen, mögen sie doch leer bleiben! |
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In seltenen Fällen erledigt eine Ausnahme die Regel, wenn diejenigen, die dein Bestes wollen, es nämlich nicht für sich selbst beanspruchen. |
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Erfolg durch Vortäuschung: Wer Aussehen, Eigenschaften oder Fähigkeiten anderer gekonnt kopiert, hält sich längst selbst für das Original. |
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Wer hin und wieder in sich geht, gerät schon mal außer sich, wenn er sich ehrlich eingesteht, dass er von Zeit zu Zeit neben sich steht. |
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Wenn Vergangenheit mir begegnet, wie kann sie vergangen sein vor dem Hintergrund, dass sie sich selbst noch in der Zukunft vergegenwärtigt? |
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Melancholische Momente beinhalten mitunter masochistische Gelüste, ein wenig Wehmut mit ganz viel Wermut zu zelebrieren. |
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Wer sensibel reagiert, gilt als sehr feinfühlig; wer sensibel agiert, als ängstlich. Die häufigste Reaktion darauf ist so gut wie gar keine. |
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Altersweisheit: Demenz nennt man die Dümpelphase, in der man die Kreisklasse lange hinter sich und die Greisklasse unmittelbar vor sich hat. |
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Nichts Unerlaubtes oder Unanständiges, aber etwas Ungewöhnliches u. Unverschämtes, wenn Forderungen beflügelnder Emotionen unerhört bleiben. |
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Immer wieder schön, Freunde zu haben, wenn sie dich brauchen, um dir genau so viele Dinge anzuvertrauen, wie man trinken und vertragen kann. |
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Die Zahlungsmoral von der Geschicht: Es gibt sie nicht; denn wer auf den Lohn seiner Taten pocht, wird endlos lang auf Trostflamme gekocht. |
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Ließ sich Körpers Kraft in den Geist verschieben, ward lüsterne Wollust aus den Gedanken vertrieben, dann ists bereits soweit: Spätlesezeit. |
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Bei einer bestimmten Gattung von Zartbesaiteten erreichen Verstimmungen recht häufig bedrohlich hohe Dezibelzahlen. |
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Home, Sweet Home! Hat was für sich, wenn man nach einer Weile wieder zurück nach Hause kommt und die Wohnung aufgeräumter ist als die Seele. |
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Welche asphaltierte Straße in Hamburg hätte je zu träumen gewagt, ihre Karriere einmal als grandios aufgewölbte Kraterlandschaft zu beenden... |
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Um sich des Erlernens von unverständlichem Fachchinesisch nicht gänzlich zu verschließen, hat mein Kopf eine weitere Leerstelle geschaffen. |
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Auch wenn man seinen Krankheiten bislang findig auszuweichen vermochte, kommt der Zeitpunkt, wo man mit seinem Befund brutal zusammenstößt. |
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Fitness: Körperliches Training, das darin besteht, schwere Hantelscheiben auf Geräte zu hieven, die durch Exzentrierung dann leicht laufen. |
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Am Schönsten wäre es doch, einfach nur zu begreifen können, ohne im Nachhinein alles wieder verkomplizieren oder in Frage stellen zu müssen! |
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Bestechung ist eine Schmerztherapie-Form, die man als TCM / Akupunktur deklarieren und in voller Höhe von der Steuer absetzen können sollte. |
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In Filmen u. auf Bühnen wirken manche Schauspieler derart abgekämpft, dass man ihnen förmlich ansieht, wie sie um ihre Gagen ringen mussten. |
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On the verge of despair: Just because my muscles, joints, sinews and ligaments dont like the cold, Heaven will not stop the winter. |
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Ganz Ohr: Eine Tinnitussi blinzelt mir im Gehörgang zu, während sie Amboss vorbeigeht, der seine Frau mit dem Steigbügel zur Schnecke macht. |
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Mögen all jene, die die Würde von alten u. kranken Menschen abfällig mit Füßen treten, dazu verdammt sein, im Himmel deren Schuhe zu putzen. |
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Die Neuigkeit, Strohwitwer zu sein, verbreitet sich besonders unter leicht entflammbaren Frauen wie ein Lauffeuer. Aha, zündeln + züngeln... |
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Dem Verlangen nach Einfachheit geht meistens ein langer, komplizierter Prozess voraus. |
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Geistiges Schaffen wird mit Isolation bezahlt, in der man an dem Freiraum Gefallen finden kann, gemieden zu werden. |
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Kopfkoller, taumelnd trunken; traumatisiert und halb versunken; Gedanken stranden, Zustand beschissen ~ dies Bewusstsein, dich zu vermissen! |
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Heutzutage leben immer mehr Paare in ihren Beziehungen weit über ihre Verhältnisse; darunter können manchmal aber auch sehr schöne sein... |
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Die kleinste Klatschspalte kann zum tiefen Abgrund werden für jemanden, der sich erhoffte, dass für und nicht nur über ihn geklatscht wurde. |
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Es gibt sie, die ungeduldigen Eingebildeten. Wenn sie könnten, würden sie sich gleichzeitig ins eigene Wort und um den eigenen Hals fallen! |
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Der Patient Pädagogik liegt im tiefenpsychologischen KOMA. Wen wundert es da, dass dieser Zustand vice versa gelesen das Wort AMOK ergibt? |
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Selbst der Zeitgeist scheint von allen guten Geistern verlassen, wenn Zeitmangel immer öfter weniger Zeit für ein wenig mehr Geist zulässt. |
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Als Zärtlichkeit bezeichnet Mann den Versuch, mitleidsvolle Gesten einer leidenden Frau entgegen zu bringen, bevor er zur Sache kommen will. |
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Im Alter beweist man Standfestigkeit insbesondere durch die aufrechte Haltung zuzugeben, dass doch mehr hängen bleibt, als einem lieb ist. |
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Wer viel zu früh die Bühne des Lebens verließ, stand auf Brettern, die die Welt lediglich angedeutet haben... |
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Alkohol entpuppt sich als kurioses Konservierungsmittel, das man von oben nach unten in sich gießt, ehe es dann von unten nach oben fließt. |
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Den richtigen Riecher bei anrüchigen Hochnäsigen hat man meistens gehabt, wenn diese ihre Nase weitaus höher zu tragen pflegen als ihr Hirn. |
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Nachtragenden möchte ich nicht selten und am liebsten den Ballast ihrer geistigen Unverdaulichkeiten in kalorischer Form zum Fraß vorwerfen. |
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Verwaltungen pflegen ihre Virtuosität des Versagens immerfort durch die hohe Kunst des Verwaltens von Missständen! |
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Auch Querdenker müssen mitunter nachdenken, um vorzudenken! |
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Immer häufiger kommen Babies und Fernsehproduktionen per Kaiserschnitt zur Welt. Über diese Schnittmenge dürfte meine DVD schon hinausgehen. |
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Obwohl fünfzig Prozent der im Leben getroffenen Entscheidungen falsch gewesen sein mögen, ist es dennoch wichtig, sie getroffenen zu haben. |